Der Anbau

Seit den 70er Jahren beschäftigen wir uns mit dem Anbau und der Vermarktung von hochwertigen Speisekartoffeln. Dabei stellt der in der Mettmanner Region vorherrschende Lössboden eine Besonderheit beim Kartoffelanbau dar.

Denn Löss ist ein sehr weiches Gestein, das während der letzten Eiszeit entstanden ist. Kalte Fallwinde der Gletscher haben Feinstaub und eine Vielzahlt von Mineralien aufgewirbelt und in größerer Entfernung wieder abgelagert, woraus im Laufe der Jahre die typische Braunerde entstand. Diese bringt zwar nicht den höchsten Ertrag, verleiht aber unseren Kartoffeln einen ganz besonderen Geschmack.

Wie bei fast jedem Anbau muss man sicht entscheiden, ob eine hohe Qualität oder eine hohe Quantität im Mittelpunkt steht. Wir haben uns von Anfang an für die größt mögliche Qualität unserer Produkte entschieden. So haben wir unsere Böden extra analysieren lassen, um unsere Düngung auf ein möglichst niedriges Niveau einstellen zu können. Der Verzicht auf Höchsterträge garantiert dafür eine dauerhaft gute Qualität unserer Böden und Kartoffeln.

Kartoffelpflanzen sind sehr anfällig gegen Schädlinge und Krankheiten, was ein regelmäßiges Spritzen beinahe unabdingbar macht. Daher haben wir uns bewusst gegen einen Bio-Anbau entschieden. Dennoch sind wir durch unseren Anspruch und unsere Vermarktung gezwungen, alle Düngungs- und Pflanzenschutzmaßnahmen auf ein Minimum zu beschränken. Denn nur eine mit ausreichend Nährstoffen versorgte Knolle kann den unverwechselbaren Geschmack liefern. Außerdem ist sie so optimal gegen tierische und pilzliche Schädlinge sowie äußere Beschädigungen geschützt.

Das Pflanzen

Anfang bis Mitte April, wenn unsere Böden sich genug erwärmt haben und die Winterfeuchtigkeit den Boden verlassen hat, wird gepflanzt. Die Kartoffeln werden in Reihen ausgepflanzt, die einen Abstand von 75 cm haben. In der Reihe liegen die Kartoffeln im Abstand von ca. 32-34 cm. Das ergibt eine Knollenzahl von etwa 50000!

Auch während der Wachstumsperiode werden die Kartoffeln gepflegt und gehegt. Neben der regelmäßigen optischen Kontrolle werden sie darüber hinaus ausreichend mit Nährstoffen versorgt und gegen pilzliche Schädlinge behandelt. All dies erfolgt stets getreu dem dem Motto: So viel wie nötig - so wenig wie möglich.

Die Ernte

Kartoffeln sind empfindlich wie ein rohes Ei. Schnell bilden sich blaue Flecken, Risse etc., die unserem Qualitätsanspruch zuwiderlaufen. Deshalb erfolgt bei uns eine schonende Ernte ausschließlich bei einer ausreichenden Bodentemperatur von mindestens 10 °C.

Ab etwa Mitte Juli, wenn die Knollen eine ausreichende Größe von etwa 40 mm erreicht haben, beginnen wir mit der Ernte. Da die Frühkartoffeln nicht über einen längeren Zeitraum lagerfähig sind, müssen sie wöchentlich frisch geerntet werden. Erst im September beginnt dann die Ernte der Lagerware.

Bereits während der Ernte auf dem Feld erfolgt eine erste Aussortierung per Hand auf der Erntemaschine. Die Erntefrischen Kartoffeln werden dann sofort per Anhänger zum Hof gebracht und mittels einer Spezialmschine in Großkisten mit ca. 1,2 t Gewicht eingelagert.

Die Lagerung

Alle Großkisten stehen bei uns in einer extra errichteten, modernen Lagerhalle, die mittels einer computergesteuerten Klimaregelung für die optimale Umgebung der Kartoffeln sorgt.

Kartoffel lagern am günstigsten bei ca. 5 °Celsius, 70 % Luftfeuchtigkeit und natürlich bei Dunkelheit. Hält man diese Faktoren ein, bleiben die Kartoffeln auch noch bis ins späte Frühjahr hinein lecker und knackig.

Das Sortieren und Verpacken

Nach einer Ruhephase von ca. 4-5 Wochen nach der Ernte werden die Knollen sortiert. Dafür laufen sie über einen Sortierer, der die Kartoffeln nach verschiedenen Größen sortiert. Danach wird an einem Verlesetisch von Hand noch einmal nachsortiert.

Unsere Kartoffeln werden während des gesamten Sortiervorgangs nur schonend gebürstet. Denn gewaschene Kartoffeln verlieren den natürlichen Schutz ihrer Schale und sind damit nicht mehr so lange haltbar!

Aufgrund eines geänderten Kundenverhaltens können Sie unsere Kartoffeln nicht nur im 5,0 kg und 12,5 kg schweren Kunststoffraschelsack erwerben, sondern auch in der verbraucherfreundlichen Papiertüte mit 2,5 kg Inhalt erwerben. Denn diese hat gleich mehrere Vorteile: die Kartoffel kann atmen, schwitzt nicht, wird nicht grün, es treten kein Staub und Dreck beim Handel oder beim Kunden aus - und die Verpackung ist nicht zuletzt umweltfreundlich.

Die Vermarktung

"Gut Grashaus Speisekartoffeln" erhalten Sie im gut sortierten Einzelhandel der Region (z.B. bei Edeka), in ausgesuchten Feinschmecker-Restaurants und natürlich auch im Direktverkauf bei uns auf dem Hof.

Und für alle, die es noch einfacher lieben, liefert unser Onlineservice unter „www.hofhüpfer.de“ unsere Speisekartoffeln sowie ausgewählte regionale Produkte schnell und kostengünstig direkt ins Haus!

Kurzum:




"Gut Grashaus" und "Hofhüpfer":
Das perfekte Team für Ihre perfekte Ernährung!